Der Auslieferungsbeleg wird in der Sendungsverfolgung kostenlos zum Download bereitgestellt und enthält das Zustelldatum. Bei Einschreiben und Einschreiben mit Rückschein steht darauf zusätzlich die Unterschrift des Empfängers. Abrufbar ist er 15 Monate lang — ein eigener Antrag ist dafür nicht nötig.
Das Wichtigste in Kürze
- Kostenlos in der Sendungsverfolgung unter deutschepost.de/briefstatus
- Enthält das Zustelldatum, bei Einschreiben zusätzlich die Unterschrift
- Daten werden 15 Monate bereitgehalten
- Nötig sind Sendungsnummer, Ziel-Postleitzahl und gegebenenfalls die Einlieferungszeit
- Auch über die Post & DHL App abrufbar
- Nicht zu verwechseln mit dem Sendungsstatus
Was ist der Auslieferungsbeleg?
Es ist das Dokument, mit dem die Zustellung belegt wird. Die Deutsche Post stellt ihn in der Sendungsverfolgung kostenlos zum Download bereit, versehen mit dem Zustelldatum. Bei Einschreiben und Einschreiben mit Rückschein beinhaltet der Beleg zusätzlich die Unterschrift des Empfängers.
Der Sendungsstatus ist dagegen nur die Anzeige des Bearbeitungsstands. Er sagt, wo die Sendung war. Der Beleg sagt, dass und wann sie zugestellt wurde — und bei den Übergabe-Varianten, wer sie angenommen hat.
Wie fordere ich den Auslieferungsbeleg an?
Ein Antrag ist nicht erforderlich. Er steht in der Sendungsverfolgung zum Download bereit, sobald er vorliegt. Drei Wege führen dorthin:
| Weg | Für wen |
|---|---|
| Einzelsendungsverfolgung unter deutschepost.de/briefstatus | alle Absender |
| Post & DHL App | alle Absender |
| „Verfolgen Brief freie Sendungsverfolgung“ | Geschäftskunden |
Für den reinen Sendungsstatus genügt die Sendungsnummer. Für den Download des Belegs verlangt die Deutsche Post zusätzlich die Ziel-Postleitzahl und gegebenenfalls die Uhrzeit der Einlieferung laut Einlieferungsbeleg. Wer den Einlieferungsbeleg weggeworfen hat, kommt an dieser Stelle ins Stocken.
Deshalb lohnt es sich, den Einlieferungsbeleg aufzubewahren, auch wenn die Sendung längst angekommen ist. Er trägt die Uhrzeit, die für den Abruf gebraucht wird.
Wie lange ist der Auslieferungsbeleg abrufbar?
Die Daten zum Sendungsstatus werden 15 Monate bereitgehalten. Das ist deutlich länger als bei der Basis-Sendungsverfolgung für gewöhnliche Briefe, deren Statusinformationen die Deutsche Post 21 Tage vorhält.
| Sendung | Verfügbar | Beleg mit Unterschrift |
|---|---|---|
| Einschreiben | 15 Monate | ja |
| Einschreiben mit Rückschein | 15 Monate | ja, zusätzlich Rückschein per Brief |
| Einschreiben Einwurf | 15 Monate | nein, Einwurf dokumentiert |
| Brief ohne Zusatzleistung | 21 Tage | nein |
Was die Sendungsverfolgung sonst zeigt, steht unter Sendungsverfolgung Einschreiben.
Was gilt bei einem Postfach?
Hier hat der Beleg eine zweite Funktion. Geht ein Einschreiben einschließlich Rückschein an eine Postfachadresse, wird ein Auslieferungsbeleg ins Postfach eingelegt. Mit diesem Beleg kann die Sendung dann am Ausgabeschalter abgeholt werden — vom Empfänger selbst oder einer beauftragten Person.
Beim Einschreiben Einwurf entfällt das: Diese Sendungen werden direkt ins Postfach eingelegt.
Was, wenn kein Beleg vorliegt?
Zunächst gilt Geduld. Die Deutsche Post weist darauf hin, dass die Information über die Zustellung in der Regel am Tag der Zustellung abrufbar ist, es unter Umständen aber einige Tage dauern kann — etwa weil unterschriebene Belege erst an ein Scancenter geschickt und dort bearbeitet werden müssen. Häufig sei das der Fall bei Empfängern mit hohem Aufkommen wie Behörden, Banken und Versicherungen.
Ist die Sendung mehr als sieben Werktage unterwegs und liegt keine Rückmeldung vor, kann der Absender eine Nachforschung beauftragen. Für Haftungsfälle gilt: Briefe gelten erst sieben Tage nach Einlieferung als verloren, eine Nachforschung ist daher erst ab dem achten Tag möglich.
Welche Rolle spielt der Beleg vor Gericht?
Diese Frage hat 2026 eine neue Antwort bekommen. Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 7. Mai 2026 entschieden, dass beim heutigen Scan-Verfahren der Deutschen Post kein Anscheinsbeweis für den Zugang besteht — weil der Beleg erzeugt wird, bevor die Sendung eingeworfen ist (Az. 2 AZR 184/25).
Zuvor hatte der Bundesgerichtshof für ein älteres Verfahren einen Anscheinsbeweis angenommen, wenn neben dem Einlieferungsbeleg auch die Reproduktion des Auslieferungsbelegs vorlag. Und das Bundesarbeitsgericht hatte 2025 entschieden, dass Einlieferungsbeleg und Sendungsverfolgung allein nicht genügen.
Diese Seite gibt die Rechtslage mit Fundstelle wieder und wendet sie nicht auf Ihren Fall an. Die Einordnung im Einzelnen steht unter Anscheinsbeweis beim Einwurf-Einschreiben, der Bezug zu Fristsachen unter Kündigung per Einschreiben.
Wer darf ein Einschreiben überhaupt annehmen?
Weil auf dem Beleg eine Unterschrift steht, lohnt der Blick darauf, wessen sie sein kann. Die Deutsche Post nennt vier Gruppen: den Empfänger selbst oder den Vertreter einer juristischen Person, schriftlich Bevollmächtigte, Ersatzempfänger sowie Empfangsbeauftragte in Gemeinschaftseinrichtungen.
Als Ersatzempfänger gelten in den Räumen des Empfängers anwesende Angehörige sowie andere anwesende Personen, bei denen angenommen werden kann, dass sie zur Entgegennahme berechtigt sind. Die Aushändigung an Hausbewohner und Nachbarn ist dagegen ausgeschlossen. Das unterscheidet das Einschreiben vom gewöhnlichen Paket.
Wird niemand angetroffen, hinterlässt der Zusteller eine Benachrichtigung. Die Sendung kann dann innerhalb von sieben Werktagen in der genannten Filiale abgeholt werden. Verweigert ein Ersatzempfänger die Annahme, wird ebenfalls hinterlegt; verweigert der Empfänger selbst, geht die Sendung als Einschreiben zurück — Rückscheine werden in diesem Fall nicht zurückgesandt.
Häufige Fragen zum Auslieferungsbeleg
Wie bekomme ich einen Auslieferungsbeleg?
Über die Sendungsverfolgung unter deutschepost.de/briefstatus oder die Post & DHL App. Er steht kostenlos zum Download bereit, ein gesonderter Antrag ist nicht nötig.
Was brauche ich dafür?
Die Sendungsnummer, die Ziel-Postleitzahl und gegebenenfalls die Uhrzeit der Einlieferung laut Einlieferungsbeleg.
Kostet der Auslieferungsbeleg etwas?
Nein. Die Deutsche Post stellt ihn in der Sendungsverfolgung kostenlos bereit.
Wie lange kann ich ihn abrufen?
Die Daten werden 15 Monate bereitgehalten.
Steht die Unterschrift des Empfängers darauf?
Bei Einschreiben und Einschreiben mit Rückschein ja. Beim Einwurf-Einschreiben wird der Einwurf dokumentiert, nicht eine Empfängerunterschrift.
Was ist der Unterschied zum Einlieferungsbeleg?
Der Einlieferungsbeleg entsteht bei der Aufgabe und belegt, dass die Sendung eingeliefert wurde. Der Auslieferungsbeleg entsteht bei der Zustellung. Für Haftungsfälle ist der Einlieferungsbeleg zwingend erforderlich.
Quellen
| Angabe | Quelle | Abgerufen |
|---|---|---|
| Kostenloser Download des Auslieferungsbelegs mit Zustelldatum, zusätzliche Unterschrift bei Einschreiben und Rückschein, Bereitstellung in Einzelsendungsverfolgung, Geschäftskundenservice und App, benötigte Angaben Sendungsnummer, Ziel-Postleitzahl und Einlieferungszeit, Bereithaltung der Daten für 15 Monate, Auslieferungsbeleg im Postfach als Abholnachweis, direkte Einlage von Einschreiben Einwurf ins Postfach, Bearbeitung über das Scancenter, Nachforschung ab dem achten Tag, Verlustvermutung nach sieben Tagen, Erforderlichkeit des Einlieferungsbelegs im Haftungsfall | Deutsche Post AG, Kundenservice: Häufige Fragen zum Einschreiben (deutschepost.de) | 01.09.2026 |
| Speicherdauer von 21 Tagen bei der Basis-Sendungsverfolgung | Deutsche Post AG: Briefmarke mit Matrixcode (deutschepost.de) | 31.08.2026 |
| Kein Anscheinsbeweis beim heutigen Scan-Verfahren, zitierte Vorgängerentscheidungen | Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 07.05.2026, Az. 2 AZR 184/25 (bundesarbeitsgericht.de) | 31.08.2026 |
