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Nachsendeauftrag: 31,90 € für sechs Monate

Nachsendeauftrag der Deutschen Post mit Preisen und Ausschlüssen
Nachsendeservice im Überblick

Lesezeit: 8 Minuten · Stand: 1. September 2026

Ein Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post kostet für Privatpersonen 31,90 Euro online und 34,90 Euro in der Filiale oder an der Poststation, jeweils für sechs Monate. Der Preis gilt unabhängig davon, wie viele Sendungen tatsächlich nachgesendet werden. Wichtiger als der Preis ist aber, was nicht nachgesendet wird — die Liste der Ausnahmen ist länger, als die meisten erwarten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Privatpersonen: 31,90 € online, 34,90 € in Filiale oder Poststation
  • Geschäftskunden: 51,90 € online, 54,90 € an der Poststation
  • Laufzeit sechs Monate, Eilauftrag zusätzlich 10,00 €
  • Pakete, Päckchen und Express-Sendungen werden nicht nachgesendet
  • Ins Ausland zusätzlich keine Einschreiben und keine Warensendungen
  • Bei vorübergehender Abwesenheit ist der Lagerservice günstiger

Was kostet ein Nachsendeauftrag?

Weg Privatkunden Geschäftskunden
Online 31,90 € 51,90 €
Filiale 34,90 € nicht möglich
Poststation 34,90 € 54,90 €
Eilauftrag, nur online zzgl. 10,00 € —

Alle Preise gelten für sechs Monate und verstehen sich inklusive Umsatzsteuer. Drei Euro Unterschied zwischen online und Filiale sind der einzige Preishebel — der Auftragsweg selbst ändert an der Leistung nichts.

Nützlich zu wissen: Der früheste Beginn liegt ebenfalls fünf Werktage nach der Auftragserteilung. Und andere Postdienstleister erhalten von Ihrer Adressänderung Kenntnis, sofern sie einen entsprechenden Vertrag mit der Deutschen Post haben — der Auftrag wirkt für Briefe also teilweise über die Deutsche Post hinaus.

Der Eilauftrag ist ausschließlich online im Shop der Deutschen Post buchbar und nur für Privatpersonen, sowohl bei Umzug als auch bei vorübergehender Abwesenheit.

Gibt es einen kostenlosen Nachsendeauftrag?

Nein. Im Preis- und Leistungsverzeichnis der Deutschen Post gibt es für den Nachsendeservice keine entgeltfreie Variante — die günstigste liegt bei 31,90 Euro online.

Die Vorstellung hält sich hartnäckig, dass es eine kostenlose Nachsendung für drei Monate gebe. Das Verzeichnis kennt weder eine Drei-Monats-Laufzeit noch einen Nulltarif: Der Nachsendeservice läuft sechs Monate, der Lagerservice bis zu einem Monat, und beide sind entgeltpflichtig.

Wer sparen will, hat genau zwei Hebel. Erstens den Auftragsweg: online 31,90 statt 34,90 Euro in der Filiale, das sind drei Euro. Zweitens die Produktwahl: Bei vorübergehender Abwesenheit kostet der Lagerservice 15,90 statt 31,90 Euro — also die Hälfte, allerdings für einen Monat statt sechs.

Welche Sendungen werden nicht nachgesendet?

Das ist der Teil, der im Alltag zählt. Die Deutsche Post schließt eine ganze Reihe von Sendungsformaten aus, und die Liste unterscheidet sich zwischen Inland und Ausland.

Sendungsart national ins Ausland
Brief, Postkarte wird nachgesendet wird nachgesendet
Einschreiben wird nachgesendet ausgeschlossen
Warensendung wird nachgesendet ausgeschlossen
DHL Paket, Kleinpaket, Päckchen ausgeschlossen ausgeschlossen
Express-Sendungen ausgeschlossen ausgeschlossen
Pressepost, Postvertriebsstücke ausgeschlossen ausgeschlossen
Dialogpost ohne Umhüllung ausgeschlossen ausgeschlossen
Blindensendung Schwer ausgeschlossen ausgeschlossen

Der praktisch folgenreichste Punkt: Pakete und Päckchen werden nicht nachgesendet. Wer umzieht und weiter bestellt, muss die neue Adresse bei jedem Händler selbst hinterlegen. Der Nachsendeauftrag deckt nur den Briefbereich ab.

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Bis Mitte 2024 ließ sich die Nachsendung von Paketen noch als Zusatzleistung dazubuchen. Diese Option ist zum 1. Juli 2024 entfallen — Einzelheiten und die Alternativen stehen unter DHL Nachsendeauftrag.

Beim Auslandsumzug kommt hinzu, dass ausgerechnet Einschreiben nicht nachgesendet werden. Wer eine fristgebundene Erklärung erwartet, sollte das wissen — die Sendung erreicht die alte Adresse und geht von dort zurück.

Wie beauftrage ich die Nachsendung?

Drei Wege stehen offen: online unter deutschepost.de/nachsendeservice, mit einem Nachsendeservice-Set aus einer Filiale der Deutschen Post oder an einer Poststation. Für Privatpersonen sind alle drei Wege möglich, für Geschäftskunden nur online und über die Poststation.

Der Online-Weg ist nicht nur drei Euro günstiger, sondern auch der einzige, über den sich der Eilauftrag dazubuchen lässt.

Zwei Fristen sind zu beachten: Der Auftrag muss spätestens fünf Werktage vor dem gewünschten Nachsendestart vorliegen. Und beim Nachsendeservice wegen vorübergehender Abwesenheit beträgt die Mindestlaufzeit 14 Tage.

Bei der Nachsendung von Briefen ins Ausland werden zudem weitere Entgelte bei der Ablieferung erhoben — der gezahlte Betrag deckt also nicht alles ab.

Nachsendeauftrag oder Lagerservice?

Für vorübergehende Abwesenheit gibt es ein eigenes, deutlich günstigeres Produkt. Der Lagerservice hält die Post zurück, statt sie weiterzuleiten.

Nachsendeservice Lagerservice
Zweck Weiterleitung an neue Anschrift Zurückhalten bei Abwesenheit
Laufzeit sechs Monate bis ein Monat
Online 31,90 € 15,90 €
Filiale oder Poststation 34,90 € 17,90 €
Vorlauf fünf Werktage vor Nachsendestart fünf Werktage vor Lagerstart

Beim Lagerservice gilt eine Ausnahme, die für fristgebundene Post entscheidend ist: Briefsendungen mit der Zusatzleistung Einschreiben sind ausgeschlossen — mit Ausnahme des Einwurf-Einschreibens. Ein Übergabe-Einschreiben an einen verreisten Empfänger wird also nicht zugestellt und erzeugt keinen Nachweis.

Was das rechtlich bedeutet, ordnet Kündigung per Einschreiben mit Fundstelle ein.

Was gilt für Postfachinhaber?

Ein Detail mit Folgen: Bei Postfachinhabern erfolgt die Zustellung der gelagerten Post stets ans Postfach. Der Lagerservice leitet also nicht ins Nichts, sondern ins Fach.

Für das Postfach selbst gibt es zwei Varianten. In der klassischen Variante werden alle Sendungen ins Postfach umgeleitet, also auch hausbeanschriftete Post. Bei Postfach Extra landet nur die Post mit Postfachanschrift im Fach, hausbeanschriftete Sendungen kommen weiter in den Hausbriefkasten.

Postfachfähige Sendungen werden werktäglich von montags bis samstags und in der Regel einen Tag nach Einlieferung eingelegt. Eine Ausnahme bleibt: Einschreiben werden am Schalter hinterlegt, nicht ins Fach gelegt.

Was passiert ohne Nachsendeauftrag?

Sendungen an die alte Anschrift erreichen den neuen Wohnsitz nicht. Wie die Deutsche Post im Einzelnen verfährt, hängt von der Sendungsart ab; für Briefsendungen ohne Zusatzleistung ist eine Rücksendung an den Absender der Regelfall.

Wer den Vermerk „Nicht nachsenden!“ auf einer Sendung anbringt, verhindert die Weiterleitung übrigens auch dann, wenn der Empfänger einen Nachsendeauftrag eingerichtet hat. Der Vermerk muss eindeutig formuliert, richtig positioniert sein und deutlich hervortreten. Mehr dazu unter Brief beschriften.

Post ummelden oder Post umleiten — was ist gemeint?

Beide Begriffe meinen im Alltag dasselbe wie der Nachsendeauftrag: die Weiterleitung an eine neue Anschrift. Amtlich ist keiner von beiden.

Post umleiten beschreibt genau das, was der Nachsendeservice tut — Briefe gehen an die neue Adresse statt an die alte. Bei Paketen heißt Umleitung dagegen etwas anderes, nämlich die Änderung des Zielorts einer einzelnen Sendung an eine Packstation oder Filiale.

Post ummelden wird häufig mit der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt verwechselt. Das sind zwei getrennte Vorgänge: Die Ummeldung beim Amt ist eine gesetzliche Pflicht, der Nachsendeauftrag ein privatrechtlicher Vertrag mit der Deutschen Post. Das eine ersetzt das andere nicht.

Was der Nachsendeauftrag nicht ersetzt

Er leitet Post um, er meldet nicht um. Drei Dinge bleiben Ihre Aufgabe.

Die Meldepflicht. Der Auftrag bei der Deutschen Post ist ein privatrechtlicher Vertrag und hat mit der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt nichts zu tun.

Die Adressänderung bei Absendern. Sechs Monate sind eine Übergangsfrist, kein Dauerzustand. Bank, Versicherung, Arbeitgeber und Behörden sollten die neue Anschrift direkt bekommen — schon weil Pakete und Päckchen ohnehin nicht nachgesendet werden.

Der Briefkasten am alten Ort. Solange dort ein Namensschild hängt, kann Post weiter zugestellt werden. Wer eine fristgebundene Sendung erwartet, sollte das im Blick behalten — beim Zugang kommt es darauf an, ob die Sendung in den Machtbereich gelangt, nicht darauf, wo man wohnt.

Häufige Fragen zum Nachsendeauftrag

Was kostet ein Nachsendeauftrag?

Für Privatpersonen 31,90 Euro online und 34,90 Euro in der Filiale oder an der Poststation, jeweils für sechs Monate.

Gibt es einen kostenlosen Nachsendeauftrag für drei Monate?

Nein. Das Preis- und Leistungsverzeichnis kennt weder eine Drei-Monats-Laufzeit noch eine entgeltfreie Variante. Der Nachsendeservice läuft sechs Monate und beginnt bei 31,90 Euro.

Werden Pakete nachgesendet?

Nein. DHL Paket, DHL Kleinpaket und DHL Päckchen sind von der Nachsendung ausgeschlossen, national wie international.

Wie lange gilt der Nachsendeauftrag?

Sechs Monate. Für kürzere Zeiträume bei vorübergehender Abwesenheit gibt es den Lagerservice mit bis zu einem Monat für 15,90 Euro online.

Wie schnell wird der Auftrag wirksam?

Wer es eilig hat, kann online einen Eilauftrag für zusätzlich 10,00 Euro buchen. Beim Lagerservice muss der Auftrag spätestens fünf Werktage vor dem gewünschten Lagerstart vorliegen.

Werden Einschreiben nachgesendet?

Im Inland ja, ins Ausland nicht. Beim Lagerservice sind Einschreiben dagegen generell ausgeschlossen, ausgenommen das Einwurf-Einschreiben.

Quellen

Angabe Quelle Abgerufen
Entgelte für Nachsendeservice und Lagerservice nach Auftragsweg und Kundengruppe, Laufzeiten, Eilauftrag, ausgeschlossene Sendungsformate national und international, Vorlauffristen von fünf Werktagen bei Nachsende- und Lagerservice, Mindestlaufzeit von 14 Tagen bei vorübergehender Abwesenheit, weitere Entgelte bei Auslandsnachsendung, Ausschluss von Einschreiben mit Ausnahme des Einwurf-Einschreibens, Zustellung gelagerter Post ans Postfach, Varianten Postfach klassisch und Postfach Extra, Einlegung postfachfähiger Sendungen, Hinterlegung von Einschreiben am Schalter Deutsche Post AG: Leistungen und Preise, Stand 01.07.2026 (PDF, dhl.de) 31.08.2026
Vorausverfügung „Nicht nachsenden!“ und ihre Bedingungen Deutsche Post AG: Leistungen und Preise, Stand 01.07.2026, Abschnitt Vorausverfügungen (PDF, dhl.de) 31.08.2026